Energieberatung

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Hydraulischer Abgleich

Grundlegende Informationen:
Heizungssysteme funktionieren nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes, bei dem das Heizungswasser auf dem schnellsten Weg zurück zum Heizzentrum will. Durch kurze und dicke Heizungsrohre fließt dabei mehr Wasser, als durch lange und dünne Rohre. Dies hat zur Folge, dass die vom Heizkessel am weitesten entfernten Heizkörper nicht richtig warm und nahegelegene dagegen zu heiß werden. Aufgrund der ungleichmäßigen Wärmeabgabe geht unter anderem teure Heizenergie verloren. Durch einen hydraulischen Abgleich der Heizung, wird das Heizsystem so eingestellt, dass die Wärme optimal im Haus verteilt wird.


Wie funktioniert der Hydraulische Abgleich?

Bei dem sogenannten „Hydraulischen Abgleich“, wird die benötigte Durchflussmenge für jeden Heizkörper sichergestellt. Hierfür werden alle Komponenten richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Gebäudes abgestimmt. Da der hydraulische Abgleich durch Abstufung der Rohrdimensionen, dem Einstellen von Strangregulierventilen oder durch besondere hydraulische Schaltungen – wie das Tichelmannsystem – in der Regel keine ausreichende Abhilfe schafft, erfolgt ein zusätzlicher Abgleich. Hierbei werden die voreinstellbaren Thermostatventile oder auch Rücklaufverschraubungen an jedem Heizkörper auf einen bestimmten Auslegungs-Differenzdruck eingestellt. Idealerweise liegt dieser bei etwa 30 bis 100 mbar und lässt den Volumenstrom durch, der für den optimalen Betrieb die benötigte Wärmeleistung bei ausgewählter Temperaturspreizung erzielt.

Ergebnis: Im Heizungssystem ist stets die richtige Durchflussmenge mit der richtigen Temperatur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dadurch kann die Wärme gleichmäßig und effizient im Haus verteilt werden.


Kann bei mir ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden?

Damit das Heizsystem hydraulisch Abgeglichen werden kann, müssen voreinstellbare Thermostatventile oder aber Rücklaufverschraubungen an den Raumheizflächen vorhanden sein. Des Weiteren ist ein Abgleich an einem Einrohr-System nur beschränkt möglich.

 

Warum sollte ich einen Abgleich durchführen?

  • Um eine ungleichmäßige Wärmeabgabe zu verhindern
  • Um die Pumpenleistung und den elektr. Energieverbrauch zu optimieren
  • Um Anlagengeräusche zu vermeiden
  • Damit die notwendigen Temperaturdifferenzen erreicht werden
  • Damit das Heizungswasser optimal ausgekühlt wird, um z. B. den Brennwerteffekt komplett auszunutzen

Hier finden Sie folgende Formulare:

Speichern Sie die gewünschte Pdf-Datei auf Ihrem PC ab, füllen Sie das Formular aus und senden Sie es direkt zu uns.

Aufnahmeformular Raum<<

Aufnahmeformular Gebäude<<

Aufnahmeformular Heizkreis<<

Abbildung 1: Heizsystem ohne hydraulischen Abgleich [1]
Durch den fehlenden Abgleich ist das hydraulische Gleichgewicht gestört und gewünschte Raumtemperaturen können aufgrund unregulierter Durchflussmengen an den Heizkörpern zum Teil nicht erreicht werden.

Abbildung 2: Heizsystem mit hydraulischen Abgleich [1]
Durch den Abgleich an jedem Heizkörper, wird ein hydraulisches Gleichgewicht hergestellt. Hierdurch werden die erforderlichen Durchflussmengen sichergestellt und somit die gewünschten Raumtemperaturen erreicht.

Text- und Bildquellen: Energieagentur NRW, Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen. Ein Weg zur Energie- und Kosteneinsparung
Co2online gGmbH, Hydraulischer Abgleich – was ist das?, unter: https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/hydraulischer-abgleich/hydraulischer-abgleich-uebersicht/ (zuletzt abgerufen am 09.01.2018)